Hintergrund

Die Gesellschaft verändert sich

Dass sich die Gesellschaft verändert und kulturell vielfältiger wird, ist auch statistisch belegt. Die Entwicklung zeigt: In Zukunft wird es noch mehr Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft geben, die unsere Angebote von Beratungsstellen über Kitas bis hin zu Gottesdiensten nutzen werden.

Das bedeutet: Diese Entwicklung sollten wir in allen Bereichen unserer Arbeit berücksichtigen.

Zahlen und Fakten

Insgesamt ist die Zahl der Menschen mit nicht-deutschem Pass in Deutschland laut Statistischem Bundesamt seit 1950 kontinuierlich gestiegen.

1961 lebten knapp 700.000 Menschen anderer Herkunft in Westdeutschland, 1974 waren es rund vier Millionen.

Zwischen 2011 und 2016 stieg die Zahl in Deutschland von 6,3 Millionen auf den bisherigen Höchststand von 9,2 Millionen.

 

Mittelfristig wird sich der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund laut der Bundeszentrale für politische Bildung weiter erhöhen. Laut Mikrozensus von 2018 hatten 40,6 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren einen Migrationshintergrund.

Nach dem Religionsmonitor 2016 der Bertelsmann-Stiftung gehören mehr als die Hälfte (51,4 Prozent) der Menschen mit Migrationshintergrund einer christlichen Konfession an, 36 Prozent dem Islam und 0,5 Prozent dem Judentum.

Die Bevölkerung in Deutschland wird durch Arbeitsmigration, Familiennachzug und Flucht immer diverser:

2018 hatte jeder vierte Einwohner Deutschlands (25,5 Prozent) einen Migrationshintergrund – das sind insgesamt 20,8 Millionen.

Diese Tendenz wird weiter zunehmen: Der Anteil von Kindern unter fünf Jahren mit Migrationshintergrund liegt bereits bei 40,6 Prozent.

 

Breites Spektrum christlicher Kirchen im Norden

In den vergangenen Jahren ist durch Zuwanderung und Migration das christliche Leben auch auf dem Gebiet der Nordkirche vielfältiger geworden: In Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern feiern Christliche Gemeinden unterschiedlicher Herkunft Gottesdienst.

Viele neue Migrationsgemeinden

In ganz Deutschland gibt es rund 2.000 bis 3.000 evangelische Migrationsgemeinden in Deutschland mit circa 100.000 bis 300.000 Mitgliedern. Dies ist allerdings nur eine grobe Schätzung, da sich jede Woche neue Gemeinden gründen.

Etwa die Hälfte dieser werden von Pastoren und Pastorinnen aus Afrika, vor allem aus Ghana und Nigeria, ins Leben gerufen. Etwa ein Viertel wirdvon asiatischen Gemeindeleitern gegründet. Zunehmend kommen auch arabisch- und farsisprachige Gemeinden hinzu.

Darüber hinaus gibt es aber auch Gemeinden von Geistlichen aus Europa, Nordamerika sowie Lateinamerika. Einige Gemeinden haben sich so weit internationalisiert, dass sie keiner Herkunftsregion zuzuordnen sind.

Internationale Gemeinden mit Adressen in unserer Landkarte