Internationale Gemeinden

Was ist eine Internationale Gemeinde?

Christinnen und Christen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen leben in Norddeutschland und bilden hier zum Teil eigene Gemeinden.

Als „Internationale Gemeinde“ bezeichnen Christinnen und Christen mit Migrationshintergrund oft ihre Kirche selbst. Andere Bezeichnungen sind zum Beispiel „Migrationsgemeinde“ oder „Gemeinde anderer Sprache und Herkunft“ (GaSH). Keine dieser Bezeichnungen trifft es richtig. Denn viele der Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund aus diesen Gemeinden verfügen über die deutsche Staatsbürgerschaft.

Woher stammen die Mitglieder der Internationalen Gemeinden?

Viele der Internationalen Gemeinden sind afrikanischer oder asiatischer Herkunft, gefolgt von europäischen, nahöstlichen und lateinamerikanischen Gemeinden.

Internationale Gemeinden bilden ein breites ökumenisches Spektrum aus katholischen, orthodoxen, evangelisch-historischen und neueren Kirchen evangelischer Prägung (Freikirchen, Pfingstkirchen und viele andere) ab. Das Phänomen gibt es geschichtlich schon seit mehr als 400 Jahren, wenn man beispielsweise auf die Kirchen der Waldenser oder Hugenotten schaut.

Wie viele Internationale Gemeinden gibt es in Deutschland?

Wie viele Internationale Gemeinden es in Deutschland gibt, ist nicht bekannt.

Schätzungen gehen von 2.000 bis 3.000 aus.

In der Nordkirche sind Internationale Gemeinden beispielsweise in Hamburg, Rostock, Schwerin und Kiel beheimatet, aber sie bereichern das kirchliche Leben auch in ländlichen Räumen, wie zum Beispiel in Nordfriesland.

Wie arbeiten Internationale Gemeinden und die Nordkirche zusammen?

Die Zusammenarbeit zwischen Internationalen Gemeinden und der Nordkirche stellt eine besondere Herausforderung dar und bietet Chancen und Möglichkeiten.

Internationale Gemeinden wünschen sich mehr Sichtbarkeit, Anerkennung und Respekt.

Kontakte und Netzwerke können ausgebaut werden.

In Zukunft möchten die Nordkirche und Internationale Gemeinden enger kooperieren. Dafür haben sie schon eine Kommunikationsplattform eingerichtet und planen die Gründung eines Internationalen Kirchen-Konvents. 

Zur Zusammenarbeit von den Internationalen Gemeinden und der Nordkirche gibt es häufig Fragen. Diese beantworten wir im Folgenden.

Häufige Fragen

Wie kann man Gemeinde- und Gottesdiensträume mieten?

Internationale Gemeinden sind oft auf der Suche nach geeigneten Gottesdiensträumen und Versammlungsorten und  an der Nutzung von Gebäuden aus der Nordkirche interessiert.

Als Mitglied einer Internationalen Gemeinde kann Sie bei der Suche nach Gemeinde- oder Gottesdiensträumen der Internationale Kirchen Konvent (s.u.) unterstützen. Bitte nehmen Sie Kontakt zu Prince Ossai Okeke auf.

Pastor Prince Ossai Okeke

ossai.okeke@oemf.nordkirche.de

Sie sind Mitglied einer Nordkirchen-Gemeinde und ihre Gemeinde ist an einer gemeinsamen Gebäudenutzung interessiert?

Bitte nehmen Sie in diesem Fall Kontakt auf zu unserem Mitarbeiter Prince Ossai Okeke:

Pastor Prince Ossai Okeke

ossai.okeke@oemf.nordkirche.de

Hinweise für eine gemeinsame Nutzung von Räumen und einen Mustermietvertrag enthält die Handreichung der Evangelischen Kirche in Deutschland „Kirchliche Räume miteinander teilen“.

Muss man Mitglied der Nordkirche sein, um in der Nordkirche arbeiten zu können?

Christinnen und Christen aus anderen Kirchen und auch Menschen mit einer anderen Religion sind als Arbeitnehmerinnen in der Nordkirche willkommen. Näheres regelt das Mitarbeitsanforderungsgesetz (insbesondere § 3). Hier geht es zum Stellenportal der Nordkirche.

Wie ist die Nordkirche aufgebaut?

Die Nordkirche gibt es seit 2012. Wie sie aufgebaut ist, sehen Sie hier.

Wozu gibt es die Kommunikationsplattform und den Internationalen Kirchen-Konvent?

Es gibt eine  Kommunikationsplattform, um den Kontakt und den Austausch zwischen Internationalen Gemeinden und der Nordkirche auszubauen und zu verbessern.

Flyer der Kommunikationsplattform 

Leaflet Communication Platform

Internationale Gemeinden und die Nordkirche planen als weiteren Schritt, einen gemeinsamen Konvent zu gründen. Das wird voraussichtlich Mitte 2020 geschehen.

Satzungsentwurf für den geplanten Konvent

Ansprechpersonen für die Kommunikationsplattform und den Konvent sind:

Pastorin Annette Reimers-Avenarius, Ökumenebeauftragte der Nordkirche, annette.reimers-avenarius@oemf.nordkirche.de

Pastor Prince Ossai Okeke, Koordinator Kommunikationsplattform, ossai.okeke@oemf.nordkirche.de

Weitere Informationen

Zur Arbeit mit Internationalen Gemeinden haben die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) sowie die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) auch Hefte herausgegeben:

EKD: Gemeinsam Evangelisch! Erfahrungen, theologische Orientierungen und Perspektiven für die Arbeit mit Gemeinden anderer Sprache und Herkunft

EKiR: Gemeinden anderer Sprache und Herkunft

ELKB: Ich will euch zusammenbringen